"Die Ursache eines nicht stimmigen Lebensgefühls kann ein verdrängtes frühesTrauma sein."

Trauma und Traumaheilung

Trauma-Arten

Man unterscheidet drei Formen von psychischen Traumatisierungen:

 

- das Schocktrauma (einmaliges Ereignis)

- das Entwicklungstrauma 

- das Komplextrauma

Das Schocktrauma ist ein singuläres Ereignis, das meistens mit Todesangst und totaler Hilflosigkeit gekoppelt ist und große, manchmal lebenslange Auswirkungen auf Körper und Seele hat.

Entwicklungstrauma kann entstehen, wenn die Grundbedürfnisse des Kindes nicht erfüllt werden oder es Missbrauch ausgesetzt ist

Grundbedürfnisse sind:

in Sicherheit sein, angenommen sein, geliebt zu werden, Zugewandtheit, Eingestimmtheit ( dass die Hauptbezugsperson spürt, was das Baby hat und braucht und sie es sowohl beruhigen, als auch anregen kann.), ....

Von einem Komplextrauma redet man, wenn es viele Traumatisierungen gegeben hat. 

Wir sind eine multi-traumatisierte Gesellschaft. (Grof) Entwicklungstrauma, sagen manche Wissenschaftler, sei inzwischen epidemisch. 

Kein Wunder also, dass (Entwicklungs-)Traumafolgen fast normal sind:

Rastlosigkeit, Burnout, Schlafstörungen, Ängste,

 

"sich nicht (mehr) spüren können", "nur im Kopf sein",

 

Erschöpfungsdepressionen, Konzentrationsstörungen,

 

Minderwertigkeitsgefühle, schwierige, nicht passende Beziehungen, ... 

Um aus diesen unbewußt entstanden alten Mustern auszusteigen, braucht es eine Sehnsucht und auch Zeit. Denn der Körper, in dem all die Erlebnisse und Muster gespeichert sind, lernt nur langsam. 

 

Aber. - und das ist das Schöne und Berührende - 

 

es kann gelingen aus sich heraus in ein stimmigeres Leben hinein zu wachsen. 

Wie sagte eine Klientin: 

Früher habe ich viel über Möglichkeiten gelesen, wie man sich entwickeln kann. Und ich habe Vieles ausprobiert. Irgendwie hat nichts richtig gepasst. Ich musste mich dafür verbiegen. 

Jetzt habe ich angefangen mich zu spüren. 

Jetzt lebe ich MEINE Möglichkeiten​

 

Manchmal "vergißt" man das auslösende Ereignis,  ist aber unerklärlichen Verhaltensweisen , Gefühls- und Körperreaktionen ausgeliefert,

Trauma-Auswirkungen

 

Die traumatische Schockenergie ist im Körper gespeichert. Sie verändert die Haltung und Muskelspannung,  die Verhaltensmuster und das "Nervenkostüm".

Das Entwicklungstrauma bestimmt das Grundgefühl mit dem wir im Leben stehen und welcher Art unsere Beziehungen sind. Sowohl zu anderen, als auch zu uns selbst.

 

Trauma bindet einen Teil der Persönlichkeit.

(das kostet viel Kraft!)  

 

Manchmal führt das Trauma auch in eine allgemeine Gefühllosigkeit. Der /die Betroffene funktioniert (bis auf Managerebene), spürt sich (und die anderen) aber nicht mehr.

Warum der Körper
in der Therapie wichtig ist

 

Trauma wird im Stammhirn prozessiert. Das ist der älterste Teil des Gehirns. Geschichtlich 500 Millionen Jahre alt. Wir haben es mit den Reptilien gemeinsam.  Es ist für unsere Überlebensstrategien zuständig. Für Kampf, Flucht oder Erstarrung. Es reagiert automatisch und ist fast nicht durch Worte zu erreichen. Und so nutzen die meisten Therapien in denen nur gesprochen wird, nur unzureichend, um das Trauma zu integrieren. Bilder und der Körper haben jedoch einen direkten Zugang zum Stammhirn. "Deshalb ist der Weg über den Körper der Königsweg beim Überwinden eines Traumas." (Dami Charf)

Die gute Nachricht: 

Inzwischen weiß man, dass jedes überstandene Trauma, das Vorhandensein einer großen inneren Stärke bedeutet. Man war in der Lage das Schreckliche zu überleben!

Diese große innere Stärke kann erkannt und befreit werden und ist ein wahrer Schatz, der zu mehr Tiefe im Erleben und damit zu einem erfüllteren Leben führen kann.

Vererbte Narben
 
oder Transgenerationales Trauma

 

nennt man ein Trauma, dessen Auswirkungen ein Betroffener zwar spürt, das er aber nicht selbst erlebt hat. Es ist das Trauma der direkten Vorfahren- also die Eltern- oder Großeleterngeneration. Oftmal ist einem nicht bewußt, dass die Depression, Schwierigkeiten in zwischenmeschlichen Beziehungen oder im Leben richtig Fuß zu fassen das Erbe traumatisierter Vorgänger sein kann. 

( Buchtipp: "Wir Kinder der Kriegskinder" von Anne-Ev Ustorf)

Trauma und Alter

 

Menschen, die heute im Altersheim sind, haben oft furchtbare Traumata während dem Krieg oder auf der Flucht erlebt (oder in der Zeit danach...), die im Alter wieder hochkommen.

Wenn Sie als Pflegende und /oder als Angehörige das Gefühl haben, dass ein Trauma vorliegen könnte, holen Sie sich bitte professionelle Hilfe! Lassen Sie Ihre Angehörigen nicht in dieser Hölle allein!

Ich unterstütze Sie gerne! Rufen Sie mich an!

 

Hier  werden Sie zu einem Fachartikel der Internetseite Traumaundalter.de weitergeleitet.

Buchtipp: "Wo  geht's denn hier nach Königsberg" Udo Baer

 

Entwicklungstrauma

in Schwangerschaft, Geburt und

der Zeit danach

 

Waren wir nicht erwünscht, können wir noch heute in dieser Gefühlslandschaft von Ablehnung leben.

Ein Kaiserschnitt führt oft dazu, dass wir uns immer wieder überrumpelt fühlen und wir es schwer haben, Dinge zu Ende zu bringen. 

Als ehemaliges Frühchen fühlen wir uns vielleicht schnell alleingelassen und einsam - auch wenn wir in Gemeinschaft sind.  Es scheint sich auch abzuzeichnen, dass Schmerzpatienten oft  Frühgeburten waren.

Es lohnt sich also, auch in diese Richtung zu schauen, wenn man seine Beschwerden verstehen und positiv verändern möchte.

 

Unterstützend in diesem Prozeß kann die Geburtsarbeit  nach Franz Renggli sein, die ich -zusammen mit einer Kollegin- als Erweiterung der Therapie anbiete.

Geburtstrauma bei  Müttern und Babys

Eine Geburt ist ein einschneidendes Erlebnis. Für Mütter und deren Babys.

Sie kann traumatisierend sein. Depressionen /Ängste in der Folge auftreten.

Mehr dazu und zu den Möglichkeiten der Aufarbeitung gibt es hier

 

Sabine Habermann Heilpraktikerin für Psychotherapie

  Biodynamische Massagen | Biodynamische Körpertherapie | Psychotherapie

Trinkgasse 11  71546 Aspach-Rietenau  | Telefon 07191 341093

 

Die Praxis für Massage, Körpertherapie und Psychotherapie liegt im Naturpark schwäbisch-fränkischer Wald
und ist gut erreichbar aus Backnang, Marbach, Winnenden und Großbottwar,
aus dem Rems-Murr-Kreis,
sowie aus den Regionen Ludwigsburg, Heilbronn, Schwäbisch Hall und auch Stuttgart
.

Copyright 2019 Sabine Habermann